Unsere HÜtte

Huette Fraganter SchutzhausAus einem Bergbaudorf entstand die Fraganter Schutzhütte. Heute ist sie sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Ziel für Wanderer, Familien, Schitourengeher und Erholungssuchende.


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Geschichte

Im Jahre 1926 informierte Berghauptmann Ing. Max Holler die Sektion, dass die Bundes-Montanverwaltung ihren Kupferbergbau in der Großfragant als unwirtschaftlich aufgelassen habe und die Bauten für Schutzhütten geeignet und zu pachten wären.
Die Überlegungen und begeisterten Schilderungen des Fraganter Gebietes durch Vorstandsmitglied Bergrat Dr. Franz Hernaus machten es möglich, 1927 die Baulichkeiten und Grundstücke zu pachten. Das alte Verwaltungsgebäude konnte leicht in ein Schutzhaus umgewandelt und am 31.07.1927 eröffnet werden.
Zwei Jahre später, am 27. Juni 1929, erwarb die Sektion den Fraganter Hüttenkomplex und ungefähr 3 Hektar Grund für S 14.200.- von der Republik Österreich. In Verwendung waren weiterhin, nach Um- und Neubauten, die Schutzhütte von 1927/1969, das Kantinengebäude als Jugendherberge, das Obersteigerhäuschen als Ing. Max Holler Stöckl und die Tischlerei als Dr. Franz Hernaus Stöckel.
Die Stöckeln wurden als Einfamilienhäuschen ausgebaut und an unsere Mitglieder vermietet. Die erste Jugendherberge erwies sich als zu klein und auf einem schlechten Standort. So errichtete in den Jahren 1931/32 der Jugendwart der Sektion, Dr. Hans Wolf Widder, eine neue Herberge am Platz des ehemaligen Sägewerksgebäudes. Bei der Feier 10 Jahre Großfragant wurde die neue Jugendherberge auf seinen Namen getauft.
Nach dem 2. Weltkrieg war der Fraganter Besitz ziemlich vernachlässigt, musste aber wegen Renovierung des Glocknerhauses und Wiederaufbau der Klagenfurter Hütte bis Ende der 60iger Jahre auf Änderungen warten. Im Jahre 1955 führten unüberwindlich scheinende Schwierigkeiten mit dem Bauzustand der Fraganter Objekte und der Lichtleitung, sogar zu Verkaufsbemühungen an andere Sektionen. Die alte Fraganterhütte, ein Holzbau aus dem Jahre 1917 war inzwischen so baufälliig geworden, dass an eine Sanierung nicht mehr zu denken war. Man plante den Neubau einer Hütte an einem günstigeren Standort, pachtete die Almwirtschaft „Stille Klause“ in 1.810 m Höhe, in der Nähe des Fraganter Besitzes.
Eine großzügige Erbschaft ließ den Plan reifen. Egon Twerdy (1880/1964), Direktor der Asslingger Stahlwerke: „Als Universalerben setzte ich ein den Österreichischen Alpenverein, Sektion Klagenfurt, in Erinnerung an die vielen unvergesslichen schönen, in den Bergen erlebten Stunden.“ Die Erbschaft von S 450.0000.- konnte zur Gänze für den Neubau verwendet werden. Ebenso der Erlös aus dem Verkauf des Turracher Grundes. Als sich die „Stille Klause“ einschließlich einer bestehenden Materialseilbahn aus dem Nachlass des verstorbenen Albert Knicek anbot, erwarb die Sektion diese Liegenschaft einschließlich Seilbahn zu einem Kaufpreis von S 360.000.-.
Im Jahre 1967 wurde einstimmig der Bau eines neuen Schutzhauses beschlossen. Die Entwürfe und Ausführungspläne verfasste Dipl. Ing. Manfred Pock. Es erfolgte der Abbruch der „Stillen Klause“ und die Verstärkung der Materialseilbahn. 1968 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, Vorsitzender Otto Umlauft und Baureferent Ing. Sepp Pock teilten sich die Bauleitungsaufgaben. Am 6. Juni 1970 feierte die Sektion die Eröffnung der neuen Hütte, die S 3,070.000.- kostete, einschließlich Inventar und Aufschließung. Die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln, Zuschüssen und Darlehen des Gesamtvereins, einem Bürgungskredit und Spenden. Am 23. und 24. 09.2000 konnte die Sektion das 30jährige Bestandsjubiläum der Hütte feiern. Wie das Glocknerhaus muss auch die Fraganter Hütte generalsaniert werden. Die Baumaßnahmen begannen im August 2004 und waren im Herbst 2005 beendet. Die Eröffnung der renovierten Hütte fand am 1. und 2. Juli 2006 statt.